CBAM-Blog

Risiken bei CBAM-Default-Werten verstehen

Default-Werte im CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism) können zu erheblichen finanziellen und regulatorischen Risiken führen. Sie stellen die Grundlage für die Berechnung von CO2-Kosten dar, wenn keine spezifischen Daten vorliegen. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie die Risiken minimieren und die Kontrolle über Ihre Lieferketten zurückgewinnen.

Geprüft: 2026-07-22Redaktionell verantwortlich: Radom UG (haftungsbeschränkt)

So setzen Sie das Thema praktisch auf

01

Scope klären

Betroffene HS-Codes, Lieferanten und Warenflüsse zuerst sauber zusammenführen.

02

Daten reviewen

Mengen, Lieferantenangaben und Emissionswerte vor der Abgabe fachlich prüfen.

03

Arbeitspaket ausgeben

Aus geprüften Daten entsteht ein belastbares jährliches Arbeitspaket für den Registry-Workflow.

Einordnung

Operative Einordnung

Im definitiven CBAM-System sollten Importdaten laufend gepflegt und unterjährig abgestimmt werden; die gesetzliche CBAM-Erklärung bezieht sich auf das vorangegangene Kalenderjahr. Halten Sie Scope-Entscheidungen, Quelldaten, Lieferantennachweise, Emissionsprüfungen und Freigaben in einer nachvollziehbaren Historie zusammen. CBAM-OK erstellt ein strukturiertes jährliches Arbeitspaket für die Eingabe in das CBAM-Register oder die Prüfung durch einen Berater. Die Anwendung reicht keine Erklärung automatisch ein und kennzeichnet derzeit keine XML-Datei als einreichungsfertig.

Häufige Fragen

Was sind CBAM-Default-Werte?
CBAM-Default-Werte sind CO2-Emissionswerte, die von der EU verwendet werden, wenn ein Importeur keine spezifischen Daten zur CO2-Bilanz eines Produkts vorlegen kann. Diese Werte basieren auf Durchschnittswerten und sind oft höher als die tatsächlichen Emissionen.
Warum sind Default-Werte ein Risiko?
Default-Werte können zu überhöhten CO2-Kosten führen, da sie konservativ berechnet sind. Zudem erhöht sich die Gefahr von Compliance-Verstößen, wenn keine genauen Nachweise vorliegen.
Wie können Unternehmen Default-Werte vermeiden?
Unternehmen sollten genaue Emissionsdaten entlang der Lieferkette sammeln und zertifizieren lassen. Dies erfordert Kooperation mit Lieferanten und die Implementierung von Monitoring-Systemen.
Welche Dokumente sind für den CBAM notwendig?
Sie benötigen Nachweise über die Herkunft des Produkts, die spezifischen CO2-Emissionen und Zertifikate aus anerkannten Emissionshandelssystemen, falls vorhanden.
Was passiert, wenn keine spezifischen Daten vorliegen?
In diesem Fall wendet die EU die höheren Default-Werte an. Dies erhöht die Importkosten und kann zu Wettbewerbsnachteilen führen, insbesondere bei energieintensiven Produkten.

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